Dort heißt es: „Der Eltviller Wald gehört zu den Waldgebieten, die vor gut dreihundert
Jahren das Prinzip einer nachhaltigen Waldwirtschaft begründeten. So sehen wir uns
heute in Eltville angesichts der Klimawandelbedingten und besorgniserregenden
Entwicklung in den Wäldern in einer besonderen Verantwortung: Die Bewirtschaftung der
städtischen Waldgebiete soll in Fortschreibung dessen möglichst bereits noch im
laufenden Kalender/Wirtschaftsjahr 2020, spätestens jedoch ab dem Jahre 2021, in
Abstimmung mit HessenForst, vorrangig unter den Kriterien des Arten- und
Klimaschutzes, sowie der langfristigen Erhaltung und Wiederaufforstung des Waldes als
Bewirtschaftungsziel erfolgen.“

Um das Thema nicht nur lokal, sondern regional anzupacken, enthält der Antrag weiterhin
Aufforderungen an den Bürgermeister, „bei seinen Rheingauer Amtskollegen für eine
deckungsgleiche Vorgehensweise zu werben und hinzuwirken, sowie mögliche Synergien
mit einhergehenden Kosteneinsparungspotentialen bei der Umsetzung dieses Ziels zu
eruieren.“ Zudem sollen die Vertreter in der Zweckverbandsversammlung aufgefordert
werden, „auch hier entsprechende Willenserklärungen einzufordern und umzusetzen,
sowie zu überlegen, ob man mögliche Schritte im Hinblick auf die Erlangung von
Zuschüssen aus Förderprogrammen für überörtliche und regionale Maßnahmen im
Rahmen der IKZ in die Wege leiten kann.“

In einem ersten Schritt soll der Magistrat kurzfristig mit dem zur Waldbewirtschaftung
beauftragten Dienstleister HessenForst Kontakt aufnehmen, um die notwendigen Schritte
und etwaig notwendigen Beschlüsse in die Wege zu leiten. Außerdem sollen geprüft und
Maßnahmen zusammengestellt werden, wie auf aktuellen Nicht-Wald-Flächen die
Wiederaufforstung durch Anpflanzungen im Waldrandbereich flankierend unterstützt
werden kann.

Der Antrag enthält aber auch viele weitere Punkte - so soll in Abstimmung mit Fachleuten
geprüft werden, wie und wo die Neuanpflanzung von Baumalleen an inner- und
außerstädtischen Straßen ermöglicht werden kann. Insbesondere unter Kontaktaufnahme
zum Rheingauer Weinbauverband und dem VDP Rheingau, soll eruiert werden, ob auch in
Weinbergsgemarkungen Baumalleen angepflanzt werden können, wie hoch die
voraussichtlichen Kosten hierfür sind und ob Fördergelder hierfür in Anspruch genommen
werden können.

Schließlich sollen die die Jagdpächter sowie HessenForst und der HegeRing Rheingau
kurzfristig an einen runden Tisch geladen und um ein gemeinsames Konzept gebeten
werden, mit dem die Wiederaufforstung (z.B. wegen Windbruch- und Schädlingsbefall)
befördert und sichergestellt werden kann.

„Das Problem des Waldes ist kein kleines und es ist auch nicht einfach zu lösen“, so der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung,
Christian Werner. „Und gerade deshalb wollen wir hier mit einem Bündel an Maßnahmen
ein Zeichen setzen, was uns dieses Thema bedeutet - gerade als Partei, die für die
Bewahrung der Schöpfung steht.“

„Wir arbeiten damit weiter an dem Prädikat der nachhaltigsten Kleinstadt Deutschlands
und reihen uns in die Bemühungen ein, die unsere CDU auf Bundes- und Landeseben
unternimmt“, so der Vorsitzende der Fraktion, Alexander Koziol, abschließend.

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