Der 4. Politische Aschermittwoch der Senioren Union Eltville war auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich, der gleichzeitig der Auftakt zur Europawahl am 26. Mai unter dem Motto „„Europawahl 2019 - die wichtigste Wahl seit 40 Jahren“ war.

Der Vorsitzende Rudolf Kreckel freute sich, dass er in diesem Jahr im Weingut Jung-Dahlen in Erbach beim traditionellen Heringsessen den Europaabgeordneten Michael Gahler, Bürgermeister Patrick-Kunkel, die Vorsitzende der Senioren-Union Taunusstein, Frau Jutta Kreutzer und den Kreisvorsitzenden der Senioren-Union Wiesbaden, Wilhelm Vogel, begrüßen konnte. Der Vorsitzende der SU-Idstein musste sich wegen Krankheit kurzfristig entschuldigen.
Begrüßen konnte er zahlreiche Mitglieder der Seniorenunion Eltville, die inzwischen über 70 Mitglieder zählt. Besonders freute er sich darüber, dass auch sein Mitglied Herr Dr. Franz Josef Jung dieser Einladung gefolgt war.
Den Politischen Aschermittwoch gibt es in Bayern seit 100 Jahren. Bei uns stand der 1. Aschermittwoch 2016 im Zeichen der Kommunalwal, 2017 ganz im Zeichen der Bundestagswahl und 2018 im Zeichen der Bürgermeisterwahl Patrick Kunkel gefolgt von der Landtagwahl in Hessen.
Kreckel bedankte sich für die Gastfreundschaft und die damit verbundene Arbeit von Familie Dahlen.
Der Vorsitzende bezeichnete diese Europawahl, die in etwa 3 Monaten stattfindet, als die wichtigste in den letzten 40 Jahren. Bevor er das Wort an Herrn Gahler übergab, ging er kurz auf die Entwicklung der Europäische Union ein.
3 Monate vor der Wahl fordert der französische Staatspräsident Marcon tiefgreifende Reformen zur Festigung Europas, da er durch die Rechtspopulisten eine Gefahr für die weitere Zusammenarbeit in Europa sieht.
Bereits 1951 gründeten die Länder Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, (Montanunion). . Erst viele Jahre später (1973) trat Groß Britannien diesem Staatenbund bei.
Frankreich, und hier Charles de Gaulle, hatten immer wieder ihr Veto eingelegt, wenn es um den Beitritt Gr0ß Britanniens ging. Nach einer Abstimmung der Engländer, bei der sich der überwiegende Teil der Engländer für Europa entschied, wurde erst 1973 England Mitglied dieses Staatenbundes und will diesen nun nach über 45 Jahren wieder verlassen.
Heute werden wir wieder gemeinsam mit Frankreich für ein gemeinsames Europa eintreten und hoffen immer noch darauf, dass sich das vereinigte Königreich anders besinnt. In der EU sind, ohne GB, inzwischen 27 Länder vertreten . Nach diesen Jahren des Friedens wird jedoch immer deutlicher, dass die Länder weiter zusammenwachsen müssen.
Wir, die Wahler, können nur durch unseren Wahlgang oder im Rahmen einer Briefwahl einen Rechtsruck verhindern, der sich in Frankreich, Italien aber auch in Deutschland abzeichnet. Wir können und müssen gemeinsam verhindern, dass z.B. rechte Gruppen die AfD-Mitglieder wie Frau von Storch in das Europaparlament einziehen, mit Zielen, die nicht mit unserer Überzeugung übereinstimmen.
Die Europawahl findet am Sonntag, dem 26. Mai 2019 statt. Wer in den Urlaub fährt, kann bereits nach dem 15.04.2019 Briefwahl vornehmen (41. Tag vor der Europawahl).

Macron hat mit seinen Forderungen Recht. SPD, FDP. und die CDU teilen die Meinung (lt. Presseberichten) von Macron vorbehaltslos.

Danach sprach der Europaabgeordnete Michael Gahler zu den Mitgliedern und Gästen der Senioren-Union nicht nur über die Themen Innere Sicherheit, Datenschutz, Schengen usw.:
„Die vergangenen Jahre waren geprägt von großen Umbrüchen und Krisen. Die Christdemokraten der Europäischen Volkspartei, darunter CDU und CSU, haben seit der letzten Europawahl 2014 Deutschland und Europa mutig geführt und zu einem besseren Ort gemacht. Heute sehen wir bereits wichtige Erfolge der Anstrengungen, die hinter uns und unseren europäischen Nachbarn liegen: Krisenländer haben den Rettungsschirm verlassen. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum sinkt auf Vor-Krisen-Niveau. Deutschland glänzt mit Rekordbeschäftigung. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Migration. Diese muss besser geordnet und gesteuert werden.
Europa schließt profitable Handelsverträge mit Kanada und Japan ab.
Das Jahr 2019 wird ein Schlüsseljahr für die Entwicklung in Europa werden. Im nächsten Europäischen Parlament werden an den linken und rechten Rändern starke europafeindliche und populistische Kräfte sitzen vom Schlage Salvini, Kaczynski, Le Pen und Höcke. In der Mitte politische Debatte und das Ringen um die bessere Lösung. Schwierige und unangenehme Kompromisse in der Gesetzgebungsarbeit drohen.
Wir müssen als Union von CDU und CSU engagiert in die politische Auseinandersetzung mit den Populisten und Europafeinden, vor allem mit der AfD, gehen. Weil die Sozialdemokraten europaweit Unterstützung verlieren und auch manche christdemokratischen Partner, wird es auf uns ankommen. Wir wollen Europa auf einem Kurs des Zusammenhalts, der Zusammenarbeit und der Innovation führen. Wir müssen deshalb in der Europawahl zulegen- wir müssen kämpfen für mehr Wahlbeteiligung und ein starkes CDU-Ergebnis. Wir wollen einen deutschen Christdemokraten zum nächsten Kommissionspräsidenten machen: unseren gemeinsamen Spitzenkandidaten von CDU und CSU, Manfred Weber!
Wenn zum ersten Mal der Fraktionschef der größten Fraktion im Europäischen Parlament, ein gewählter Parlamentarier, Kommissionspräsident wird, ist das auch ein Signal für mehr Bürgernähe. Die Zukunft Europas gehört nicht in die Hände von Bürokraten und Eliten, wir überlassen sie nicht den Nationalisten und Volksverführern. Wir werben um die Unterstützung der Menschen, die am 26. Mai zur Wahl gehen werden. Ein starkes Land wie Hessen, das wirtschaftlich so überdurchschnittlich von der EU profitiert, braucht auch starkes hessisches CDU-Engagement in und für Europa.“
Danach beantwortete er noch Fragen aus dem Publikum wie z.B. über die Grenzwerte hinsichtlich zum Thema Feinstaub.

Der SU-Vorsitzende Rudolf Kreckel dankte Michael Gahler mit einem Erbacher Weinpräsent, bevor das eigentliche Heringsessen begann und Gahler zum nächsten Termin eilte.

Davor sprachen noch der Bürgermeister Kunkel und Dr. Franz Josef Jung zu den Teilnehmern und machten deutlich, dass es das Wichtigste sei, in Frieden und Freiheit zu leben. Wir dürfen es nicht zulassen, so auch Jung , dass Deutschland den Populisten überlassen wird.

Rudolf Kreckel und seine Vorstandsmitglieder waren sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Man saß noch lange zusammen. Einig war man sich, dass der Politische Aschermittwoch auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird und wir den Schwerpunkt auf unsere Stadt legen werden.. Bereits heute wurde der Bürgermeister Patrick Kunkel dazu eingeladen.

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