Die VR-Bank schließt Filialen, die NASPA, die Deutsche Bank hat, die Commerzbank wollen Zweigstellen ausdünnen und die Postbank stellt ihr Filialnetz auf Automaten um. Neben dem Verlust von Einzelhandels- und Kleingeschäften für die Grundversorgung und für viele Dienstleistungen werden jetzt auch die Bankfilialen immer weniger bzw. auf Automaten umgestellt. Die Zeit der „Geldpaläste“ ist vorbei.

Zuerst merkt das mal wieder die ältere Bevölkerung. Statt Zweigstelle mit Personal gibt es nur noch den Geldautomaten, und den benutzen ältere Menschen meist nur ungern. Man wird beim Geld abheben von Dritten beobachtet. Die PIN für die Geldkarte vergisst man leicht. Die Eingabe war zu langsam und der Vorgang wird abgebrochen. Man kann seine Wünsche dem Automaten leider nicht verbal mitteilen. Alles Dinge, die ältere Mitbürger von der Automatennutzung abhalten. Von den Banken wird Personal abgebaut und empfohlen, sich auf „Online-Banking“ umzustellen. Nur wer bringt das den älteren Menschen bei? Wie funktioniert der Einkauf über das Internet oder das „Smart Home“ mit digitalen Geräten?

Banken und Geschäfte ziehen sich meist ohne große Vorankündigung aus der „Fläche“ zurück und verweisen auf bestehende Filialen im Nachbarort. Der Altenbericht der Bundesregierung beschreibt auf vielen Seiten die digitalen Möglichkeiten. Als Fazit wird dann festgehalten, dass „nicht alle Älteren in gleichem Maß Zugang zu den digitalen Möglichkeiten haben“. Es muss doch möglich sein, von der öffentlichen Hand auch für ältere Personen, die keinen Zugang oder keine technische oder kognitive Nutzungsmöglichkeit digitaler Technologien haben, die Grundversorgung mit Gebrauchsgütern und Dienstleistungen wie Banken, Versicherungen, Einzelhandel zu sichern. Es kann doch nicht alles den „Ehrenamtlichen“ überlassen bleiben. Beispielsweise könnte Bank A die Grundversorgung (Ein- und Auszahlungen) etc. für Bank B und C mit übernehmen (wie z. B. beim Verbund der Geldautomaten). Auch könnten sich Bank A, B und C die Räume einer Filiale teilen oder zeitlich versetzt Montag/Donnerstag = A, Dienstag/Freitag = B und Mittwoch = C. Noch besser wäre es, wenn Banken und Handel nicht nur die wegbrechenden Gewinne beklagen, sondern ihre Kunden zu Kursen für das Erlernen des Online Banking einladen, und auch einfache digitale Geräte (Laptops o.ä.) vermitteln würden.

Hier sollten Banken, Handel, Soft- und Hardwareentwickler und die öffentliche Hand, die ja für die Grundbedürfnisse ihrer Bürger Sorge tragen sollten, gemeinsam nach Lösungen suchen. Sonst heißt es wieder, die Alten sind „kognitiv nicht in der Lage“ die digitale Welt und deren Veränderungsgeschwindigkeit zu verstehen. „Digital-Lotsen“ sollten z.B. auch von der Wirtschaft und den Dienstleistern ausgebildet und eingesetzt werden und nicht nur als „Ehrenamtliche“ tätig sein. Die Senioren würden es ihnen danken, so Kreckel.

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